Geschäftstelefonate: 30 Standardsätze auf Deutsch

„Hallo, kann ich Ihnen helfen?“ Wenn Sie geschäftlich mit einem Deutschsprecher telefonieren, möchten Sie professionell wirken. Diese 30 handlichen Schlüsselsätze aus der Praxis werden Ihnen dabei helfen.

Sich am Telefon melden

Zwei nützliche Beispiele.

  1. Hallo/Guten Morgen/Guten Abend. [Name des Unternehmens], [Ihr Vorname und Name] am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?

Beispiel: Sie heißen Liesbeth Jonckers und arbeiten bei ElaN Languages. Dann wäre der erste Satz folgendermaßen:

Guten Morgen! ElaN Languages, Liesbeth Jonckers am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?

Der Anrufer weiß sofort, wer Sie sind und kann nun erklären, warum er/sie anruft.

  1. [Name des Unternehmens], [Ihr Vorname und Name] am Apparat.

Diese Variante ist kürzer: ElaN Languages, Liesbeth Jonckers am Apparat.

Oder noch kürzer: „[Ihr Name].“ oder „[Ihr Name] am Apparat.“

Jemanden anrufen

Manchmal werden Sie selbst die Person sein, die das Telefongespräch beginnt. Mit einem der folgenden Ausdrücke können Sie Ihren Gesprächspartner begrüßen.

  1. Guten Tag, hier spricht [Ihr Vorname und Name] von [Ihr Unternehmen].

Beispiel: Sie sind Sarah Vanderpoorten und Sie arbeiten für Secretary Plus. Dann sagen Sie:

„Guten Tag, hier spricht Sarah Vanderpoorten von Secretary Plus.”

  1. Hallo, hier spricht [Ihr Vorname und Name] von [Ihr Unternehmen].

Um ein Telefongespräch zu beginnen, können Sie auch sagen: Hallo, hier spricht Sarah Vanderpoorten von Secretary Plus.”

Sich nach jemandem erkundigen

Es ist wichtig, die richtige Person zu erreichen. Hier einige nützliche Beispiele.

  1. Könnte ich bitte mit [Name der Person] sprechen?

Diese erste Option ist eine Frage und ein wenig formeller als der zweite Satz.

Beispiel: Könnte ich bitte mit Herrn Schmidt sprechen?

  1. Ich würde gerne mit [Name der Person] sprechen, bitte.

Beispiel: „Ich würde gerne mit Herrn Schmidt sprechen, bitte.“

Diese Option können Sie verwenden, wenn Sie sicher sind, dass die Person mit Ihnen sprechen möchte.

Den Grund für Ihren Anruf nennen

Zu Beginn des Telefongesprächs erklären Sie am besten warum Sie anrufen. Dann können Sie mit Ihrem Gesprächspartner sofort zum Punkt kommen.

  1. Ich rufe an, um mich zu erkundigen/zu besprechen/zu klären, …

Ich rufe an, um mich nach Ihrem aktuellen Angebot für Drucke zu erkundigen.

  1. Ich würde gerne wissen…

Ich würde gerne wissen, ob Sie noch weitere Artikel für die Ausgabe des Magazins im nächsten Monat benötigen.

  1. Könnten Sie mir sagen …?

Könnten Sie mir sagen, wo die Networking-Veranstaltung am Freitag stattfindet?

Nachrichten ausrichten

Ein Anrufer möchte mit jemanden sprechen, der nicht im Büro ist? Dann schreiben Sie sich die Nachricht am besten auf. Das können Sie folgendermaßen ausdrücken:

  1. Tut mir leid, er/sie ist heute leider nicht im Büro. Kann ich etwas ausrichten?
  2. Leider ist er/sie im Moment nicht verfügbar. Kann ich etwas ausrichten?

Damit weiß der Anrufer aber noch nicht, warum der gewünschte Gesprächspartner nicht verfügbar ist. Wenn Sie diese Information mitteilen möchten, können Sie sagen:

Leider ist sie bis 16 Uhr in einem Meeting. Kann ich etwas ausrichten?

  1. Dürfte ich Ihren Namen erfahren?

Diesen Satz können Sie benutzen, wenn sie höflich nachfragen möchten, wer anruft.

  1. Ich richte ihm/ihr die Nachricht aus, sobald er/sie zurück ist.

Nachdem Sie die Nachricht des Anrufers notiert haben, können Sie diesen Satz benutzen.

Nachrichten hinterlassen

Sie rufen jemanden an und die Person ist nicht erreichbar? Dann können Sie eine Nachricht hinterlassen. Hier einige nützliche Sätze.

  1. Könnten Sie bitte eine Nachricht hinterlassen? Bitte richten Sie ihm/ihr aus, dass …

Könnten Sie bitte eine Nachricht hinterlassen? Bitte richten Sie ihr aus, dass Marleen von der Buchhaltung wegen Herrn Müllers Kostenabrechnung angerufen hat.

  1. Ich würde ihm/ihr gerne eine Nachricht hinterlassen. Bitte richten Sie ihm/ihr aus, dass …

Ich würde ihm gerne eine Nachricht hinterlassen. Bitte richten Sie ihm aus, dass das Geschäftsmittagessen morgen ausfällt.

Fragen, wann jemand erreichbar ist

Wenn Sie keine Nachricht hinterlassen möchten, fragen Sie nach, wann Sie am besten zurückrufen können.

  1. Wann wäre eine gute Zeit anzurufen?
  2. Wann wird er/sie wieder im Büro sein?

Um Informationen bitten

Fragen Sie immer höflich nach Informationen. Die Hilfsverben „können“ und „dürfen“ sollten in Fragen benutzt werden.

  1. Dürfte ich fragen, für welches Unternehmen Sie arbeiten?
  2. Könnten Sie mir bitte Ihre Handynummer geben?

Ihren Gesprächspartner darum bitten, Informationen zu wiederholen

Es ist nicht schlimm, wenn Sie Ihren Gesprächspartner nicht verstanden haben. Das passiert auch Muttersprachlern! Bitten Sie die Person einfach, die Information zu wiederholen: „Entschuldigung, könnten Sie das wiederholen?“

Wenn Sie Namen notieren müssen, dann fragen Sie nach der Schreibweise. Dafür können Sie diese zwei Sätze benutzen.

  1. Könnten Sie das bitte buchstabieren?
  2. Wie wird das geschrieben?

Es schadet nie, wichtige Informationen noch einmal zu überprüfen:

  1. Habe ich es richtig verstanden?

Habe ich es richtig verstanden? Ihr Name ist Michael Müller, M-Ü-L-L-E-R, und Ihre Telefonnummer ist 555-222-1111, richtig?

Darum bitten, dass etwas erledigt wird

Wenn Sie möchten, dass Ihr Gesprächspartner etwas erledigt, ist es wichtig, höflich zu sein. „Könnte“ und „Bitte“ sind Zauberwörter in der deutschen Sprache.

  1. Könnten Sie mir eine E-Mail mit dem detaillierten Angebot schicken?
  2. Könnten Sie mir den Bericht bitte noch einmal schicken?

Handlungen ankündigen

Denken Sie daran, dass nach Begriffen wie „wenn“ oder „sobald“ im Deutschen kein Futur steht.

  1. Sobald er wieder da ist werde ich ihn darum bitten, Sie zurückzurufen.
  2. Ich schicke Ihnen den Bericht so schnell wie möglich zu.

Das Telefongespräch abschließen

Vergessen Sie nicht, sich bei Ihrem Gesprächspartner für das Telefonat und seine/ihre Hilfe zu bedanken. Dies können Sie auf unterschiedliche Weise ausdrücken.

  1. Vielen Dank für Ihre Hilfe.
  2. Vielen Dank für Ihren Anruf.

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Sprachtipp

Sie kennen vielleicht das Wort Heimweh: die Sehnsucht nach dem Zuhause. Im Deutschen gibt es dafür sogar ein Antonym: Fernweh. Es beschreibt die Sehnsucht nach fernen Ländern.

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Sprachtipp

Hier in Belgien haben wir die Sprachgrenze, in Deutschland gibt es den Weißwurstäquator oder die kulturelle Grenze zwischen Nord- und Süddeutschland.

E-Mails schreiben: Häufig gebrauchte Sätze im Deutschen

Das Verfassen einer E-Mail in einer anderen Sprache ist manchmal gar nicht so einfach. Deshalb untenstehend einige häufig gebrauchte Sätze, die bei der (E-Mail)-Korrespondenz im Deutschen hilfreich sind.

Jemandem danken oder froh sein, etwas zu hören

  • Ich danke Ihnen für …
  • Vielen Dank für …
  • Vielen Dank im Voraus.
  • Ich freue mich zu hören, dass …
  • Ich habe mich sehr gefreut, etwas von dir zu hören.
  • Ich freue mich zu hören, dass es dir gut geht.

Fragen, wie es geht

  • Wie geht es dir?
  • Wie geht’s?
  • Mir geht es gut.
  • Wie geht es …
  • Ich hoffe, dass es dir gut geht.

Wünsche/Glückwünsche

  • Gute Besserung!
  • Ich wünsche Ihnen gute Besserung.
  • Hoffentlich geht es dir bald besser!
  • Viel Erfolg!
  • Ich wünsche dir viel Kraft!
  • Frohe Ostern!
  • Frohes neues Jahr!
  • Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
  • Gratulation zum Diplom! / Gratulation zum Abschluss!

Jemanden einladen

  • Ich lade dich herzlich ein, uns zu besuchen.
  • Ich möchte dich gerne zu meinem Geburtstag einladen.
  • Danke für die Einladung!
  • Leider kann ich deine Einladung nicht annehmen.
  • Es tut mir leid, dass ich deine Einladung nicht annehmen kann.

Anfangssätze

  • Bezugnehmend auf Ihre Anzeige in …
  • Hiermit bewerbe ich mich auf …
  • Ich nehme mir die Freiheit, Ihnen zu schreiben.
  • Ich bedanke mich für Ihre E-Mail.
  • Ich habe Ihre Mail bezüglich … erhalten.
  • Der Artikel handelt von …

Schlusssätze/Grußformeln

  • In Erwartung einer positiven Antwort, mit freundlichen Grüßen …
  • Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort.
  • Ich hoffe, schnell eine Antwort zu erhalten.
  • Schreibst du mir bald?
  • Das war’s dann!
  • Lass bald etwas von dir hören !

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Sprachtipp

In Deutschland meldet man sich am Telefon mit dem Nachnamen zuerst.

E-Mails: Förmlich versus informell im Deutschen

Bei E-Mails an einen Kollegen oder eine Person, die man nicht gut kennt oder die eine höhere Position innehat, gibt es Unterschiede hinsichtlich des Sprachgebrauchs. Informell oder förmlich, untenstehend finden Sie einige Tipps, die bei einer effektiven E-Mail-Korrespondenz im Deutschen hilfreich sind.

Förmliche E-Mails:

Verwende Sie die Sie-Form für Korrespondenzpartner, die Sie nicht kennen oder die Sie (noch) nicht gut kennen.
Passen Sie auch Anrede und Grußformel an:

Sehr förmlich

  • Sehr geehrte/r + Frau/Herr + Nachname
  • Mit freundlichen Grüßen

Förmlich:

  • Liebe/r/Guten Tag + Frau/Herr + Nachname
  • Mit freundlichen Grüßen

Informelle E-Mails:

Verwenden Sie die Du-Form für Korrespondenzpartner, die Sie gut kennen oder die Sie selbst auch mit du ansprechen.
Passen Sie auch Anrede und Grußformel an:

Informell:

  • Guten Tag + Vorname
  • Mit besten Grüßen

Sehr informell:

  • Hallo +Vorname
  • Liebe Grüße/Grüße

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